Viele Kinder nässen am Tag und / oder in der Nacht auch nach dem 5. Lebensjahr noch ein. Das kann verschiedene Ursachen haben und die Familien z. T. deutlich belasten.

Diagnostik

Durch eine eingehende Befragung durch eine(n) Arzt / Ärztin kann die Problematik erfasst und Ursachen eingegrenzt werden. Ein Miktionsprotokoll, das von Ihnen zuhause geführt wird, bietet weitere Informationen zur Blasenfunktion, zum Trink- und Miktionsverhalten.

Bei manchen Fragestellungen sind apparative Untersuchungen (Ultraschalluntersuchungen, Uroflow) notwendig, die wir im SPZ leider nicht durchführen können. Diese können wir in Zusammenarbeit mit der pädiatrischen Ambulanz im Kinderkrankenhaus anbieten, und helfen Ihnen gerne bei der Terminvereinbarung.

In einigen Fällen ist auch eine psychologische Diagnostik sinnvoll, z. B. wenn der Verdacht auf eine emotionale Ursache besteht.

Therapie

Eine eingehende Beratung mit Empfehlungen zum entspannten Umgang mit dem Problem, einfachen Verhaltensregeln und kleinen Tricks kann manchmal zu erstaunlichen Verbesserungen führen. Eine Heilpädagogin kann bei Bedarf das Zusammenspiel zwischen Eltern und Kind beobachten und Ihnen in diesem Bereich mit Rat zur Seite stehen.

Vor allem beim einfachen nächtlichen Einnässen ist der Einsatz eines Weckapparates im Rahmen einer „apparativen Verhaltenstherapie“ oft Mittel der Wahl. Es können allein oder in Kombination mit dem Weckapparat auch Medikamente eingesetzt werden, die die Blasenmuskulatur entspannen oder die nächtliche Urinproduktion verringern.