Was ist Spieltherapie?

Spieltherapie ist eine Form von Psychotherapie für Kinder oder Jugendliche nach dem personzentrierten Ansatz .

In der Spieltherapie bekommt das Kind die Möglichkeit auf der Basis einer vertrauensvollen Beziehung zur Therapeutin zunächst seinen inneren Impulsen nachzugehen. Wichtige Entwicklungsschritte werden nachvollzogen und Reifungsprozesse angeregt. Hierbei dient das kindliche Spiel als Ausdrucksmedium und Erfahrungsfeld – hier geschieht Selbstausdruck, Selbsterprobung und Selbstentfaltung. Die therapeutische Haltung ist geprägt von Akzeptanz, Einfühlungsvermögen und Echtheit.

Wann ist Spieltherapie indiziert?

Bei emotionalen Störungen wie Ängsten, depressiver Verstimmung, sozialer Unsicherheit, Bindungsstörung; bei Sozialkontaktproblemen sowie Kontakt- und Beziehungsauffälligkeiten; bei Verhaltensauffälligkeiten (z.B. aggressives Verhalten, oppositionelles Verhalten); bei Anpassungsstörungen (z.B. nach traumatischem Erlebnis); bei Selbstwertproblemen, Einnässen und Einkoten sowie zur Krankheitsbewältigung bei chronischen Erkrankungen.

Wie ist das spieltherapeutische Setting am SPZ?

Neben den wöchentlichen Therapiestunden mit dem Kind finden regelmäßig Gespräche mit den Eltern bzw. Bezugspersonen statt. Es wird die Situation des Kindes in Familie und sozialem Umfeld reflektiert und mit den Eltern eine entwicklungsförderliche Erziehungshaltung erarbeitet. Die Dauer einer Spieltherapie ist unterschiedlich und wird individuell entschieden.

Wer macht Spieltherapie am SPZ?

Gisela Feder
Dipl. Sozialpädagogin (FH),
Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin

Bettina Krümmel
Spieltherapeutin, Musiktherapeutin, Trauerbegleiterin