Was bedeutet „Sozialpädiatrisches Zentrum“?

Das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) steht unter ärztlicher Leitung und dient der multidisziplinären ambulanten Versorgung von Kindern, die wegen der Art, Schwere oder Dauer ihrer bestehenden bzw. drohenden Krankheit oder Behinderung nicht ausschließlich von niedergelassenen Ärzten, Therapeuten oder von Frühförderstellen betreut werden können (Grundlage § 119 Sozialgesetzbuch V).

Sozialpädiatrische Sicht- und Vorgehensweise bedeutet, nicht nur die Funktion oder Fehlfunktion zu sehen, sondern das Kind als Gesamtpersönlichkeit in seinem sozialen Umfeld zu betrachten und Familie, Kindergarten oder Schule mit einzubeziehen. Sozialpädiatrische und neuropädiatrische Diagnostik und Therapie umfassen deshalb neben kinderärztlichen Leistungen auch psychologische und therapeutische Angebote.

Das SPZ kann von Patienten auf Überweisung durch Kinder- und Jugendärzte in Anspruch genommen werden. Grundlegend für unsere Arbeit ist die Wertschätzung des Gegenübers, ein einfühlendes Verstehen und die Orientierung an bestehen­den Ressourcen.

Am Anfang steht die Diagnostik

Am Anfang der interdisziplinären Diagnostik stehen immer das ausführliche Gespräch mit den Eltern und dem Kind über die Vorgeschichte und die gründliche kinderärztliche Unter­suchung. Daran können sich noch weitere Untersuchungen und Gespräche durch andere Fachvertreter (Psychologen, Therapeuten, Heilpädagogen, Sozialpädagogen) anschließen. Im anschließenden Teamgespräch wird auf dieser Grundlage ein Behandlungsvorschlag erarbeitet, der die Bedürfnisse des Kindes, der Eltern und die sozialen Gegebenheiten berücksichtigt. Dieser gemeinsame Behandlungsplan wird mit den Eltern im Abschlussgespräch be­sprochen. Die Koordination der Förder- und Behandlungsmaßnahmen durch weitere Institutionen spielt dabei eine große Rolle. Unser Ziel ist es, durch die Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten, Kinder­gärten, Schulen, Therapeuten und anderen Einrichtungen ein umfassendes, ganzheitli­ches Bild des Kindes zu erhalten, um das Beste für die Kinder und die Familien zu erreichen.

Welchen Kindern steht das SPZ offen?

Kindern mit
  • allgemeinem Entwicklungsrückstand
  • körperlichen und geistigen Behinderungen
  • Verhaltens- oder emotionalen Störungen
  • Sprachstörungen, Auffälligkeiten in der Motorik und Wahrnehmung
  • Lern- und Leistungsstörungen
  • Aufmerksamkeits- und Aktivitätsstörung
  • Schlafstörungen
  • Regulationsstörungen, z. B. sog. „Schreibabies“
  • frühen Schwierigkeiten in der Nahrungsaufnahme
  • Autismus
  • chronischen Krankheiten einschließlich Anfallsleiden
  • Frühgeburt sowie Reifgeburt mit schwerwiegenden Komplikationen im Neugeborenenalter
  • angeborenen Fehlbildungen oder Störungen (wie z.B. Down-Syndrom)
  • V. a. syndromalen Erkrankungen
  • Zerebralparesen
  • sexuellem Missbrauch oder anderer erlittener Gewaltanwendung
  • Folgezuständen nach schweren Unfällen
  • Adoptions- /Pflegefamilien
  • sowie Kindern und deren Familien in psychosozial belasteten Lebenslagen
  • Alle Plätze belegt! Danke für Ihr Interesse!Derzeit läuft im Kinderkrankenhaus St. Marien eine Studie zur Wirksamkeit von Yoga bei Kopfschmerzen! Diese Studie wird derzeit in Kooperation mit der Klinik für Naturheilkunde und Integrative Medizin der Kliniken Essen-Mitte durchgeführt. Die Jugendlichen sowie ein Elternteil nehmen an einem zwölfwöchigen Yoga-Programm teil.     Info:  
  • Laufen für kranke Kinder 2016 – Herzlichen Dank!Herzlichen Dank an Herrn Oberbürgermeister Hans Rampf für die Schirmherrschaft sowie der SpVgg Landshut und der TGL für die Gastfreundschaft und Unterstützung im ebm-papst Stadion. Der BRK Bereitschaft Buch am Erlbach und dem Jugendrotkreuz Landshut danken wir für die Streckensicherung, Frank Mahler, (Fachbetreuer Sport, MGF) für das Warmup, den 650 Läuferinnen und Läufern für das Mitmachen, […]
  • Das Kinderkrankenhaus übernimmt seit 1. April 2016 die ambulante Palliativversorgung für Niederbayern und die angrenzenden RandbezirkeZum Anschauen des Beitrages von ISAR TV vom 26. April 2016 über das Kinderpalliativteam beachten Sie bitte den Link am Ende des Textes! Die Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen erteilte dem Kinderkrankenhaus einen Versorgungsvertrag. Somit kann die spezialisierte ambulante pädiatrische palliativmedizinische Versorgung (SAPV KJ) für Niederbayern und den angrenzenden Randbezirken zum 1. April 2016 starten. In der […]
  • Unterschriftenktion am Samstag, den 16.01.2016 von 10 bis 17 Uhr im CCL (Eingang/Rolltreppe) Bitte unterstützen Sie uns durch Ihre Unterschrift!Das Kinderkrankenhaus St. Marien protestiert gegen das von der Bundesregierung geplante Gesetzesvorhaben zur Reform der Pflegeberufe und fordert den Erhalt der Kinderkrankenpflege. Kinder brauchen eine spezialisierte Pflege! Wir unterstützen die Petition Nr. 62564 „Gesundheitsfachberufe – Erhalt des eigenständigen Berufsbildes der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege“. Die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Kinderkrankenpflege führen am Samstag, den […]
  • Protest gegen das geplante Krankenhausstrukturgesetz zeigt Erfolg!  Unser Geschäftsführer Bernhard Brand und der Ärztliche Direktor Dr. med. Reinhard Herterich haben zu diesem Thema intensive Gespräche auf politischer Ebene geführt. An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei den Gesprächspartnern Herrn MdB Florian Ossner, Frau MdL Ruth Müller und Herrn MdL Helmut Radlmeier für das Engagement und ihre Unterstützung! Pressemitteilung Neues Krankenhausstrukturgesetz […]
  • Informationen zur Speziellen Ambulanten Pädiatrischen PalliativmedizinPressemitteilung Motivationsschub für die Kinderpalliativmedizin: Die Kinderkrankenhaus St. Marien gGmbH informierte ein erlesenes Fachpublikum über den aktuellen Stand der spezialisierten ambulanten pädiatrischen palliativmedizinischen Versorgung (SAPPV) für Niederbayern. Zwischenzeitlich ist das Palliativteam mit vier qualifizierten Kinderkrankenschwestern und Fachärztinnen komplett. Derzeit laufen die Abstimmungsgespräche mit den Kostenträgern. Wir sind weiterhin zuversichtlich, im April 2016 mit einem versorgungsvertrag […]